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Carrie

Carrie
psycho-horror , usa 2013
original
carrie
regie
kimberley pierce
drehbuch
lawrence d. cohen, roberto aguirre-sacasa
cast
chloë grace moretz,
julianne moore,
alex russell,
gabriella wilde, u.a.
spielzeit
99 Minuten
kinostart
5. Dezember 2013
homepage
http://www.carrie-film.de
bewertung

5 von 10 Augen

carrie 1"Carrie" war im Jahr 1976 ein prägender Film für viele der daran Beteiligten. Es handelte sich um die erste Verfilmung eines Romans von Stephen King, um die erste Kinorolle für den kurz darauf mit „Saturday Night Fever“ zu Weltruhm gelangenden John Travolta und natürlich bedeutete der Film den endgültigen Durchbruch für Hauptdarstellerin Sissy Spacek und Regisseur Brian De Palma. „Carrie“ überzeugte als psychologische, mit Schockelementen angereicherte Studie sowohl Kritik als auch Publikum und gilt nicht nur im Horrorgenre als Klassiker, der sich bis heute gut gehalten hat. Man durfte also wieder mal skeptisch sein was die Notwendigkeit eines Remakes angeht, auch wenn die darauf angesetzte Filmemacherin Kimberley Pierce mit „Boys don`t cry“ bereits beweisen hat, dass sie sich hervorragend in die Psyche weiblicher Hauptfiguren einzufühlen vermag. Ihre „Carrie“-Version gerät dann auch keineswegs zum von manchen befürchteten Desaster, hat dem Original aber andererseits auch nichts wirklich Neues hinzuzufügen.

 

Für die schüchterne Carrie (Chloe Grace Moretz) hält das Teenager-Leben nur wenig Freude bereit. In der Highschool wird sie fortwährend von ihren Mitschülern gemobbt und Zuhause macht ihr ihre fanatisch religiöse Mutter (Julianne Moore) das Leben zur nicht nur biblischen sondern realen täglichen Hölle. Doch ganz so hilflos wie es scheint ist Carrie nicht, denn die junge Frau entwickelt zusehends stärker werdende telekinetische Kräfte, die sie allerdings kaum kontrollieren kann. Als ihr eine Mitschülerin mit schlechtem Gewissen einen ehrlich gemeinten Gefallen tun möchte, eine andere aber einen bösen Racheakt plant, gerät die Situation schließlich völlig außer Kontrolle und Carrie wird richtig wütend....

 

carrie 2Das größte Problem dieses Films ist seine Hauptdarstellerin. Und das nicht etwa, weil Chloe Grace Moretz hier eine schlechte Leistung abliefern würde oder gar grundsätzlich eine schwache Schauspielerin ist. Im Gegenteil, die immer noch sehr junge Dame mit der Vorliebe für abseitige Stoffe hat sich seit ihrem Auftritt als Mordmaschine „Hit-Girl“ über Filme wie „Let me In“, „Dark Shadows“ oder „Hugo Cabret“ durchaus profiliert und entwickelt. Aber für DIESE Rolle ist sie schlicht nicht die passende Besetzung. Moretz ist nicht nur deutlich zu hübsch, um glaubhaft das „hässliche Entlein“ verkörpern zu können, ihre Carrie-Version tritt auch viel zu selbstbewusst auf. So lässt sie sich von ihrer verpeilten Mutter schon bald nicht mehr allzu viel sagen und setzt sich mithilfe ihrer übersinnlichen Fähigkeiten erfolgreich zur Wehr. Kein Vergleich zur dürren, großäugigen und verhuschten Sissy Spacek, der man damals den Freak und hilflosen Außenseiter sofort abnahm. Nicht so bei Chloe Grace Moretz, die nicht mehr als etwas aufgeschminkte Blässe ins Feld führen kann und so der Geschichte Einiges an Wirkung nimmt. Deutlich passender besetzt ist da natürlich die stets etwas herbe Julianne Moore, vor der man als fast schon irrsinniger Christen-Mutter tatsächlich das Grausen bekommen kann.

 

carrie 3Die Eröffnungsszene, in der sie Carrie als schmerzvolle Hausgeburt zur Welt bringt und nur knapp davor zurückschreckt, das „unreine“ Neugeborene gleich wieder zu töten, gehört zu den wenigen Abweichungen, die sich die Neuverfilmung von der Vorlage erlaubt. In der Folge wird dann jedoch die Geschichte fast Szene für Szene auf die gleiche Art erzählt. Von der im Vorfeld angekündigten Neuinterpretation für eine andere Generation ist wenig zu spüren. Wenn etwa eine Mitschülerin die berühmte Menstruationsszene jetzt mit einem Handy filmt und bei YouTube einstellt, ist das ein etwas zu naheliegendes Update um als große Innovation durchzugehen. Doch über solche Mätzchen Hinausgehendes ist den Machern leider nicht eingefallen. Natürlich ist der finale Showdown etwas spektakulärer und trumpft mit einer besseren Tricktechnik auf. Doch auch da war der minutenlange Split-Screen, den ein Brian De Palma damals so wirkungsvoll einsetzte (als er sich noch nicht ständig selbst kopierte) im Vergleich ein ganzes Stück effektiver. Diese moderne „Carrie“ bietet solides Psycho-Horrorkino, hat aber bei weitem nicht das Zeug zum neuen Klassiker. Und bleibt somit letztlich dann doch die erwartete, eher überflüssige Angelegenheit.

 

Volker Robrahn

Nichts für Menschen, die kein

5

Nichts für Menschen, die kein Blut sehen können.

Also ich kenne das Original und meiner Meinung nach wurde "fast" 1:1 nachgedreht.
Die Schauspielerin: Chloe Grace Moretz übertrieb in vielen Szenen ganz schön.
(Arm rumgewirbel)
Man wollte Sie manchmal einfach mit mobben.
Aber zum Schluss war man mit Ihrem "Ergebnis" echt zufrieden.
Ein guter Film für verregnete Wochenenden - aber vielleicht dann einfach mal das Original anschauen.

5 von 10 Punkten

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