kleine Werbepause
Anzeige

Das Beste kommt zum Schluss

Das Beste kommt zum Schluss
tragikomödie , usa 2008
original
the bucket list
regie
rob reiner
drehbuch
justin zeckham
cast
jack nicholson,
morgan freeman,
sean hayes,
beverly todd, u.a.
spielzeit
96 Minuten
kinostart
24. Januar 2008
homepage
http://www.dasbestekommtzumschluss.de
bewertung

5 von 10 Augen

 

Nochmal kurz nachgeschaut und vergewissert, aber nein, das hatten wir tatsächlich noch nicht: Jack Nicholson und Morgan Freeman, zwei der beliebtesten Charakterdarsteller des amerikanischen Kinos, gemeinsam in einem Film. Und wenn man diese beiden Namen zur Verfügung hat, darf man es sich auch ohne große Bedenken erlauben, im ansonsten allzu oft dem Jugendwahn verfallenden Hollywood eine große Produktion mit zwei siebzigjährigen Hauptdarstellern zu besetzen. Denn bei der Kombination dieser beiden Herren darf von vornherein großes Publikumsinteresse vorausgesetzt werden, ganz egal was für eine Geschichte man dann letztlich um die Charaktermimen herumbastelt.

Wobei die Story von zwei Männern am letzten Wendepunkt ihres Lebens durchaus Potential besitzt. Als der sehr gebildete Automechaniker Carter Chambers (Morgan Freeman) und der genauso reiche wie selbstherrliche Unternehmer Edward Cole (Jack Nicholson) fast gleichzeitig nach einem Zusammenbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden, teilen sie sich aus einem absurden Grund auch gleich ein Zimmer. Denn Cole ist zwar der Besitzer der Klinik, vertritt aber seit jeher in der Öffentlichkeit die Politik der absoluten Gleichbehandlung ohne Extrawürste für irgendjemanden. Allein aus Imagegründen ist ein Einzelzimmer also tabu, und bald teilen die beiden so verschiedenen Männer nicht mehr nur den Raum, sondern auch die gleiche brutale Diagnose: Sie sind unheilbar krank und haben nur noch wenige Monate zu leben. Als Edward eines Tages einen zusammengeknüllten Zettel vom Boden aufhebt, auf dem Carter all die Dinge aufgelistet hat, die er eigentlich noch tun wollte, bevor er den Löffel abgibt (also die "Bucket List" des Originaltitels, nach dem englischen Sterbe-Idiom "to kick the bucket"), gefällt ihm diese Idee außerordentlich gut. Sehr zum Entsetzen von Carters Ehefrau beschließen die Beiden die Klinik zu verlassen und sich auf eine Reise zu machen, bei der sie Stück für Stück die Punkte auf ihren Löffel-Listen abhaken werden.

Es ist für den vorgesehenen Plot natürlich äußerst praktisch, dass einer der beiden Protagonisten dabei über nahezu unbegrenzte finanzielle Mittel verfügt, die auch die aufwändigsten und kostspieligsten Reisen problemlos möglich machen. Was dann folgt ist genauso unterhaltsam wie vorhersehbar: Von jeglicher Vernunft und Verantwortung befreit, benehmen sich zwei ältere Herren wie abenteuerlustige Jungs und vergnügen sich bei Fallschirmspringen, Autorennen und Bergsteigen.
In ziemlich kurz gehaltenen Szenen werden diese spaßigen, aber doch eher oberflächlichen Aktionen abgehandelt, bevor sich schließlich die Fragen nach dem tieferen Sinn des Lebens stellen und danach, was denn darin nun wirklich wichtig ist. Da der raubeinige Cole (natürlich) in Wahrheit unter seinen zerrütteten Familienverhältnissen leidet und seit Jahren keinen Kontakt zu seiner Tochter hatte, ist seine Wandlung zum Vater mit mehr Herzensbildung vorgezeichnet. Für die Figur des Carter verläuft die Entwicklung auch nur ein bisschen weniger kitschig, gibt aber Morgan Freeman seine stärksten Szenen, wenn er sich zwischen seiner Familie und unerfüllten Wünschen hin und her gerissen zeigt.
Dass Nicholson eher zu Beginn der Geschichte auftrumpfen kann, als er zunächst den arroganten Herrenmenschen und Miesepeter gibt, dürfte niemanden überraschen. Eher schon, dass die witzigsten Szenen des Films eben nicht zwischen den beiden Schauspiel-Giganten stattfinden, sondern durch die Interaktion des herablassenden Cole mit seinem Assistenten Thomas (Sean Hayes), welcher den ständigen Demütigungen durch seinen Chef genauso entspannt wie schlagfertig begegnet. Schließlich konnte man ja nicht unbedingt erwarten, dass hier für irgendeinen der weiteren Darsteller noch Raum bleibt, selbst ein wenig zu glänzen. Dass die zahlreichen Szenen mit den beiden Stars ebenfalls allemal amüsant oder hin und wieder auch anrührend sind, soll natürlich nicht bestritten werden. Es hat aber wohl auch niemand ernsthaft erwartet, dass Nicholson und Freeman keine ordentliche Leistung abliefern würden.

Allerdings haben beide Mimen in den letzten Jahren auch deutlich herausfordernde Rollen gespielt, denn im Vergleich zu Werken wie "About Schmidt" oder "Million Dollar Baby" agieren beide hier doch schon fast auf Autopilot. Es entsteht ein wenig der Eindruck, als wenn man bei "Das Beste kommt zum Schluss" schon sehr deutlich den einfachsten und simpelsten Weg gewählt hat, um einen todsicheren Mainstream-Publikumserfolg zu garantieren. Womit dann auch Regisseur Rob Reiner, nach einer Reihe eher mäßig aufgenommener Filme, zumindest kommerziell wieder in die Erfolgsspur zurückkehren dürfte. Vom Facettenreichtum seiner frühen Erfolge "Harry und Sally" oder "Stand by Me" ist aber leider nicht mehr viel zu spüren.
So bleibt als Fazit auch nur die Erkenntnis, mit dieser vielversprechenden Paarung letztendlich nicht mehr als eine mittelprächtige und überraschungsfreie Pflichtaufgabe absolviert zu haben. Und um den obigen Eingangssatz wieder aufzugreifen: Das hatten wir noch nicht und können es jetzt also abhaken. Jack Nicholson im Team mit Morgan Freeman? Check.

Volker Robrahn

Hmm, der Film wird wohl anscheinend doch meist überschätzt.

Hmmmmm, hört sich ein bisschen sehr arg von "Knocking on Heaven's Door" (der Til-Schweiger-Schinken) abgekupfert an. Wobei mir der sehr gut gefallen hat. Allerdings war das Schicksal um so tragischer für die Protagonisten, da sie beide junge Männer waren. Und die Comedy-Szenen umso witziger, weil sie sich den Weg zur Küste mit geklautem Geld und Auto gebahnt haben.

8

Kann mich der teils negativen Bewertung nicht anschließen. Film ist wirklich solide, natürlich kein Blockbuster. Aber unterhaltend.
Weniger zynisch wie "Besser geht's nicht" oder "About Schmidt", dafür mit mehr "Tiefgang".
Von mir deswegen 8 Sterne. Empfehlenswert.

5

Ich habe mir wohl auch zu viel von dem Film erwartet. Fand ihn daher eher enttäuschend.

8

Ich kann mich den eher negativen Bewertungen nicht anschließen!

Habe den Film gestern im Kino gesehen und war am Ende sehr angetan. Der Film beginnt - erwartungsgemäß - sehr lustig und wird im Verlauf immer tiefsinniger. Die zwei Hauptdarsteller können auf ganzer Linie überzeugen, gerade Freeman gefällt mir sehr gut neben Nicholson (der mit einem so adäquaten Partner an der Seite auch endlich mal nicht den kompletten Film dominiert).

Zum Glück bin ich kein Kritiker und kann Filme einfach auf mich wirken lassen - ohne schon beim Schauen zwanghaft nach möglichen Schwachstellen zu suchen. Allen, die an Kinofilme ähnlich zwanglos herangehen, kann ich diesen Film auf ganzer Linie empfehlen :-).

7

Ein netter Film. Witzig und melancholisch, ein wenig Tiefgang, aber nicht zu viel. Durchaus sehenswert, vor allem wegen der großartigen Hauptdarsteller. So richtig fesseln konnte mich die Handlung allerdings nicht. About Schmidt fand ich besser.

10

Mich konnte der Film überzeugen. Er hatte Witz und hintergrund. Top Schauspieler. War seit langem mal wieder ein positives Kino erlebnis.

10

Was ich noch sagen wollte, habe es oben gerade gesehen: "überraschungsfreie ". Also meiner Meinung nach ist es auch mal angehem einfach mal einen Film zu sehen ohne große (meist sind es ja negative) Überraschungen. Das hat den Film für mich ausgezeichnet. Er ist sehr angenehm unterhaltend. Wer will denn ständig überraschungen und absurde Handlungswandlungen.

10

Geile Schauspieler, schöne Story, was zum lachen und zum weinen...Was will FRAU mehr ;)))
Ich fand den Film spitze!

5

Schade, bin davon aus gegangen das es ein ehr witziger Film ist. War dann zwr ein guter trauriger mit humor war aber hatte (gem. Vorschau) andere Erwartungen.

8

Regte mich persönlich zum Nachdenken an. Wie ich finde ein Film mit Gefühl und Tiefgang.
Wunderbar!

6

Der Film war interressant,aber trotzdem sehr langenweilig. Ein Film zum Zeitvertreib...ein Film für Gefühlsmenschen!

Kommentar hinzufügen

Freiwillige Angabe; die E-Mailadresse wird nicht angezeigt.
 
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
1 + 13 =
Diese einfache Rechenaufgabe ist zu lösen und das Ergebnis einzugeben, z.B. muss für 1+3 der Wert 4 eingegeben werden.