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Der Gute Hirte

Der Gute Hirte
polit-drama , usa 2006
original
the good shepherd
regie
robert de niro
drehbuch
eric roth
cast
matt damon,
angelina jolie,
alec baldwin,
joe pesci,
billy crudup,
william hurt, u.a.
spielzeit
167 Minuten
kinostart
15. Februar 2007
homepage
bewertung

9 von 10 Augen

 

Es gibt einen Moment in "Der gute Hirte" da trifft sich der CIA Agent Edward Wilson (Matt Damon) mit einem kleinen italienischen Mafiosi (Joe Pesci, in seinem ersten Film seit acht Jahren). "Wir Italiener haben unsere Familien, die Iren haben ihre Heimat, die Juden ihre Tradition, sogar die Nigger haben was, nämlich ihre Musik. Aber was habt ihr Amerikaner?", fragt der Mann. Damon hebt in diesem Augenblick leicht den Kopf, man könnte meinen er zittert, aber ein Zittern ist nicht zu sehen. Mit dem für seine Rolle typischen Blick sagt er dann: "Wir haben die Vereinigten Staaten von Amerika, der Rest von euch ist nur zu Besuch." Spätestens ab da merkt man, dass dieser Film viel mehr ist als nur ein simpler Thriller. Es ist die Leidensgeschichte eines Mannes, der traumatisiert durch den Selbstmord seines Vaters in völliger Gefühlskälte zu den Gründungsmitgliedern des mächtigsten Geheimdienstes der Welt, der CIA, gehören wird.
13 (!) Jahre ist es her, dass Robert de Niro sein Regiedebüt "A Bronx Tale" gab, so lange musste man auf einen Nachfolger warten. Aber das Warten hat sich wirklich gelohnt. Angesichts der Präzision, die der Film an den Tag legt, kann man es wirklich kaum fassen, dass hier quasi ein "Anfänger" am Werk ist. Dabei ist das Vorhaben, die Entstehungsgeschichte der CIA zu verfilmen, eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt. Aber zum Glück belehrt uns De Niro eines besseren. Über fast drei Stunden erstreckt sich sein Epos. Angefangen von der amerikanischen Niederlage in der Schweinebucht von Kuba 1961 springt er zurück in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.

Edward studiert noch in Yale. Er wird Mitglied des Skull & Bones-Geheimordens. Bei dem mit sehr mysteriösen und dämonischen Ritualen operierenden Verein handelt es sich nicht um eine Erfindung. Dieser Orden existiert tatsächlich. Skull & Bones ist vielleicht die politische Kaderschmiede der USA schlecht hin. Alle von George W. Bush bis John Kerry gehören der Organisation an. Jedes Mitglied muss zunächst ein Geheimnis vor versammelter Mannschaft ablegen. Man entblößt sich, äußerlich und innerlich. Von nun an hat jeder jeden in der Hand. Man gibt seine Privatsphäre auf und bekommt dafür pure Macht. In der CIA, in der Edward später arbeitet, geht es auch nicht anders zur Sache. Ist der russische Spion, der zu den Amerikanern überläuft, nur ein Spitzel oder sagt er die Wahrheit? Ist der Yale-Professor ein Nazi-Sympathisant oder ein englischer Geheimdienstmitarbeiter? Es gibt viele Entweder-Oder-Möglichkeiten in "Der gute Hirte". Und es ist grandios, mit welcher Kunstfertigkeit De Niro all diese Möglichkeiten wirkungsvoll, manchmal mörderisch wirkungsvoll werden lässt.

Seine Geschichte nimmt uns mit an den Punkt in der Entwicklung eines Staates, an dem er seine Überwachungsapparate ins Leben ruft. Es ist der entscheidende Moment, wenn sich wirtschaftliche und politische Interessen untrennbar verzahnen. Das eine bedingt das andere. Und so ist "Der gute Hirte" auch ein kritischer Blick auf die modernen Staats- und Nationaltheorien.
 Aber im Mittelpunkt steht die Frage, wer diese Menschen sind, die in diesen Apparaten arbeiten. Matt Damons Charakter ist ein resoluter Fremder in seinem eigenen Leben. Obwohl, Leben kann man das eigentlich nicht nennen, was er da führt. Die Paranoia des kalten Krieges führt so weit, dass er nicht mal mehr seiner Familie trauen kann. "Traue niemandem" heißt es immer wieder, und so ist er allein in den kalten chromfarbenen Räumen der CIA. Es ist toll, dass Damon seinen Charakter nicht wie gewohnt ausstellt, sondern sehr introvertiert und zurückgenommen agiert. Gesichtsausdrücke? Fehlanzeige. Da spürt man die präzise Schauspielführung des Regisseurs, der selbst genau weiß, wie man eine Rolle richtig anlegt.
Und was ist mit der Action? Ebenfalls Fehlanzeige. Keine großen Schießereien, wie in Scorseses "The Departed". Nein, da wo "The Departed" mit Aktion, schnellem Schnitt und Adrenalin kommt, setzt "Der gute Hirte" auf die stille und ruhige Beobachtung seiner Akteure. Manch einer mag das sperrig nennen, und hier ist vielleicht auch der Grund zu finden, warum dieser grandiose Film in den USA nur verhalten aufgenommen wurde und "Departed" als einziges Meisterwerk des Jahres gefeiert wird. Aber es muss sich erst noch zeigen, welcher von beiden Filmen die Jahre überdauern wird.

Es ist ein Blick in einen Teufelskreis geworden, mit vielen Interpretationsmöglichkeiten und einer ganzen Masse an christlichen Metaphern, wie schon der Titel. Dass am Ende weder ein Happy End noch ein Funken Hoffnung steht, ist wundervoll konsequent. Schließlich wird diese Geschichte noch weiter gehen. Sie hält bis in unsere Zeit an, und die Männer und Frauen der Geheimdienste werden wie Matt Damon langsam und bedächtig durch die langen leeren Flure schlurfen, immer auf der Hut, schließlich könnten sie ja beobachten oder verfolgen oder ...

Patrick Wellinski

4

Die Länge des Films muss kein Kriterium sein, aber worum ging es denn in dem Film?? Das habe ich auch nach 3 Std immer noch nicht verstanden. Um die Geschichte des CIA? Darüber war nichts Aufschlussreiches zu erfahren. Über den Hauptdarsteller? Mehr, als das er über Jahre hinweg gleich grimmig - mürrisch dreinblickt gabs nicht zu sehen. Warum geht er zum Gehimdienst (außer dass er vor seiner Frau flieht), was löst das bei ihm aus, gibt es moralische Skrupel - Antworten Fehlanzeige.
Stattdessen 3 Std. bedeutungsschwangere Dialoge (meist nur 2 Sätze am Stück, deren tieferer Sinn unklar bleibt), mystische Musik und melancholisch-schöne Bilder, die dem Betrachter suggerieren sollen, dass er etwas sehr bedeutendes und künstlerisch wertvolles sieht.
Mir kommt es so vor, als ob hinter dieser Fassade nicht viel steckt als eiskaltes Bilderkino, perfekt inszeniert aber mit viel weniger Inhalt, als vorgegeben wird.
Insofern war der Film nett anzusehen, aber vor allem frustrierend, weil man 3 Std. wartet, dass etwas passiert, was das Gesehene erklärt und sich ständig fragt, ob es am eigenen Intellekt liegt, wenn einem die heeren Sentenzen ('traue keinem, auch nicht Deinen Freunden',...) nicht viel sagen.

6

Also wie man diesen Film überschwänglich feiern kann ist mir auch nicht nachvollziehbar. Einen großartigen Film macht meiner Meinung aus, dass auch tatsächlich so gut wie alles herausragend ist, und das ist es in diesem Fall sicher nicht. Gewiss, die Erzählweise hat etwas für sich, der Hauptdarsteller kann überzeugen und ist nachvollziehbar, die "Hauptverschwörung" mit den zugespielten Indizien gibt dem Film den roten Faden. Ich halte die Spielzeit nicht für überlang, denn gelangweilt oder auf die Uhr geschaut habe ich nie - in der Hoffnung dass noch etwas spannendes, erklärendes stattfindet. Stattdessen wird ständig noch mehr Verwirrung geschaffen, der Spannungsbogen geht gegen null und Handlung wie Charaktere sind mir im Grunde genommen egal gewesen. Ich bin mit großen Erwartungen ins Kino gegangen und muss sagen, ich bin enttäuscht. Insbesondere die Komplexität des Films mit all seinen Verstrickungen finde ich schlicht maßlos.

8

Ich fand den Film nicht langweilig - insgesamt betrachtet ein bezeichnendes Sittengemälde der amerikanischen (weißen) Oberschicht der 40er, 50er und 60er Jahre. Und eben ein Versuch, die Mechanismen zu zeigen, wie sich eine kleine, nur sich selbst (und wohlgemerkt nicht den Idealen des Systems, in dem sie sich bewegen und dessen Mechanismen sie sich bedienen)verpflichtete Elite den Kuchen der Macht aufteilt. Was manchmal nur wie ein Spiel verschiedener Mannschaften anmutet, ist in Wahrheit ein dreckiges Business von Lobbyisten, die dafür sorgen, dass sich am status quo möglichst nichts ändert. Es ist aber auch eine sehr persönliche Geschichte vom Scheitern und vom Verrat an sich selbst. Matt Damon, der sich, wie ich finde, lobenswert zurücknimmt und den Charakter der Hauptfigur damit treffend darstellt, spielt einen Menschen, der im Grunde genommen durch sein Leben hindurchlebt, alles, seine Karriere, seine Ehe, passiert ihm nur irgendwie, nie bezieht er eindeutig Stellung und trifft eigene Entscheidungen - sei es das Angebot, nach London zu gehen oder sei es, dass er sich den gesellschaftlichen Erwartungen und Konventionen widerstandslos fügt, als die Frau, die er nicht liebt, von ihm schwanger wird. Die Spannungsklammer des gesamten Films ist von Anfang an die Frage, wer geplaudert und damit die Schweinebucht-Aktion gegen Fidel vergeigt hat - mit unbeweglichem Gesicht registriert Matt Damon die sich mehr und mehr verdichtenden Anhaltspunkte, die sich schließlich zu seiner ganz persönlichen Gretchenfrage kulminieren. Interessantes Filmchen also. Meiner Meinung nach.

1

ein quälend langweiliger film. den staubkorn aussage, den der film transportieren will, hat man schon nach 10 min verstanden.
der rest ist ödeste zähflüssige scheisse

2

Dieser Film ist leider absolut enttäuschend. Ich bin zwar nicht der Kinogänger, der Explosionen und Leichen für einen guten Film benötigt, aber aus dem eigentlich spannenden Thema, der Gründungszeit der CIA, hätte man durchaus etwas Spannendes auf die Leinwand bringen können. Stattdessen wird man fast drei Stunden gelangweilt. Kein Handlungsstrang wird irgendwie besonders vertieft.
Ebenfalls finde ich die Hauptrolle unglücklich besetzt. Matt Damon ist nunmal mit seinem bubihaften Aussehen nicht gerade die ideale Führungskraft. In den letzten Szenen steht ihm sein erwachsener Sohn gegenüber. Das wirkt eher wie zwei nahezu gleichaltrige Freunde.
Angelina Jolie ist durch Actionfilme bekannt geworden, als biedere Ehefrau undenkbar.
Ein Lichtblick ist Alec Baldwin, wie fast immer spielt er seine Rolle toll.
Auch geben manche Sachen wenig Sinn: Warum sollte der Sohn nach Afrika fliegen, um aus Versehen Geheimnisse preiszugeben?
Ich war froh, als der Film endlich vorbei war.

1

Unglaublich! Ich habe zum ersten mal in meinem Leben einen Film vorzeitig (in der Pause) verlassen. Eine 4 Stunden Kaminfeuer DVD ist spannender.

9

Ich schließe mich der Bewertung des Rezensenten an. Wer einen authentischen und kritischen Einblick in die Geschichte und die Geheimdienstarbeit der CIA bekommen möchte und ein wenig politisches und geschichtliches Interesse mitbringt, für den ist der Film sehr empfehlenswert. Die Schauspielleistungen sind allesamt auf sehr hohem Niveau und wenn man dem Film aufmerksam folgt, entfaltet er sich in epischer Breite und ist dabei unheimlich packend.
Wer sich bei diesem Film jedoch ein konventionelles und actiongeladenes Agentenabenteuer erhofft, sollte besser einen Bogen um ihn machen und sich lieber für James Bond oder Jason Bourne entscheiden. Allen anderen sei der Film ans Herz gelegt.

3

Hmmm, was will uns dieser Film sagen? Natürlich sind die Schauspielleistungen in der Tat sehr ordentlich und natürlich ist das ein anspruchsvolles Thema, was hier umgesetzt wird. Und dennoch... dieser Film ist langweilig und für mich zu undurchsichtig...für mich hat sich das Schauen dieses Filmes nicht gelohnt... vielleicht bin ich aber auch einfach zu stumpf :-D

8

klasse film...:-)
man sollte sich aber schon nüchtern und aufnahmefähig in den film begeben..

bei syriana war ich zu breit und hab nur die hälfte gerafft..

aber heute hatte ich lust auf so ein politthrillerding und der film hat auf der ganzen linie überzeugt..

nur matt damon als vater anzusehn hat net ganz geklappt

8

wer weiß, was ihn erwartet, bekommt das was er erhofft..
anspruchsvolles, intelligentes kino..

matt damon als vater von einem kanpp 20 jähirgem sohn will mir aber immer noch nicht richtig passen.

aber das ist nicht weiter tragisch:-)

für nen freunde-bier-kino-abend nicht zu empfehlen, allerdings.

da sollte man lieber "beerfest" gucken.

aber wer auf filme wie traffic, insider, syriana, etc steht, der hat die 167 min in diesen film inverstierte lebenszeit sicher gerne hergegeben

9

Der Film war klasse!

3

Knapp 3 Stunden Langeweile pur, wirkt besser und schneller als jede Schlaftablette, *gähn* !

1

Ich liebe intelligente, spannende Agentenmafiaverschwörungsfilme. The Good Shephard will all das sein - aber tut mir leid, ich konnte dem geschehen nicht im Geringsten folgen... Das liegt zum einen an Matt Damons starrer "Gesichtsmaske", die 3 Std. lang keine Miene verzieht (das kann doch nicht der Ernst vom deNiro sein!) und dermaßend einschläfernd wirkt. Dann wildes Durcheinandergewürfel von Cubakrise, Russenagenten, finsteren Skulls & Bones-Elitejünglingen - Entschuldigung, ich konnte kein Gesicht vom anderen unterscheiden!!! Wer war denn nun wer? Da soll noch mal einer sagen, die Chinesen sähen alle gleich aus ... Eine zusammenhängende Story konnte ich auch nicht erkennen. Ja, der Mätt ist Doppelagent, aber viel mehr habe ich nicht gerafft... ich rate wirklich jedem davon ab! VÖLLIG UNSPANNEND.

2

Das Übliche beim zeitgenössischen Hollywood-Teuerschinken: Teures Set von Darstellern, super Set-Design, geniale 30er- bis 60er-Atmosphäre, super Special-Effects (man sieht sie nämlich kaum), Berufs-Liberal mit guten Absichten, die sich international verkaufen lassen nur - halt keine Story.

Warum wird bei diesen Dingern IMMER am Drehbuch gespart?

Leseempfehlung für Produzenten: F. Scott Fitzgerald, The Love of the Last Tycoon. A Western.

1

Öder geht es wirklich nicht mehr. Wenn in den ersten 30 Minuten von einer packenden Story - oder wenigstens einer Story an sich - nix zu merken ist, wenn Leute nur langweiliges Zeug quasseln und einen die Charaktere kalt lassen, dann schmeiße ich die DVD aus dem Fenster. Bzw. bringe sie in die Videothek zurück.

So ein endlos langweiliger Film...

1

Langweiligster Film seit langer Zeit.

8

Dies ist kein Film, der einem nach dem Abspann noch emotionsgeladen da sitzen läßt. Man empfindet weder das schöne Gefühl eines Happy Ends noch fühlt man Gerechtigkeit, noch fühlt man sich zu einer Charaktere des Films hingezogen. Man fühlt auch Ende einer Geschichte. Der Film läßt alles offen, die Emtionen, die Handlung... und verwirrt. Man hat 1000 Fragezeichen im Kopf!

Für seichte Unterhaltung war der Film zu anstrengend und zu undurchsichtig. Was die meisten hier wohl unzufrieden macht, ist gerade dass so Vieles offen bleibt...

Jedoch insgesamt gesehen ein Kunstwerk, ohne Effekthascherei, einfach tolle Schauspielleistungen. Wer Matt Damon gern sieht (so wie ich), wird enttäuscht gewesen sein. In der Rolle wird er einen wirklich unsympathisch. Ein intelligenter, gefühlsloser Arsch, der eigentlich kein Leben hat. Aber das macht den Film und die Schauspielleistung aus.

Ich bleibe dabei: anstrengend, sehr gute Schauspielleistungen, viele Charakteren, ausgeglügelte und anspruchsvolle Geschichte, die vieles (alles??) offen läßt.

90% aller Zuschauer werden Film, mangels konzentrationsvermögen/ konzentrationswille nicht verstehen. Ob ich Ihn verstanden habe, keine Ahnung. Vielleicht schau ich Ihn nochmal an ;)

wer Probleme beim Einschlafen hat, der ist hier genau richtig - 10 von 10 Schlafaugen

4

Man muss hier schon ein gewaltiges Interesse an der Thematik und ein fundiertes Geschichtswissen haben, um der Handlung etwas abgewinnen zu können. Der Wille war da, ich konnte dennoch nicht bis zum Ende durchhalten...

9

laubt ihr wirklich Matt Damon verzieht aus Versehen 3 Std lang keine Miene?

GLaubt ihr wirklich, Matt Damons Bubiklischee auf seine Fähigkeit als Hauptfigur abwälzen zu können. Mit seinem ausdruckslosen Milchgesicht passt er perfekt als elitärer Patriot.

Glaubt ihr wirklich, nur weil dem gewillten Stirb Langsam Zuschauer nicht jeder Scheiss aufs kleinste erklärt wird, ist der Film langweilig?

Glaubt ihr im Ernst, nur weil ihr keinen stereotypen Helden und Auflösungen bekommt, wurde am Drehbuch gespart?

Dann werden wieder altgediente Kritikpukte ausgepackt, nur weil man zu blöde ist, dem Film und seinem Anspruch zu folgen.
Langsames, melancholisches und verstörendes Kino mit interessanten Handlungssträngen, der von Anfang bis Ende fesselt.
Super von Matt Damon und DeNiro getragen. 9 Punkte...
der einzige "Kritikpunkt" ist, dass Matt Damon als Vater eines 20-jährigen wirklich nicht gut rüberkommt.

9

bla bla, von wegen geschichtliches Interesse. Dieses Meisterwerk auf einen Dokucharakter zu degradieren ist beleidigend. Der Film war grandios.
In den ersten 20 min. dachte ich auch, dass mir das zu viele alte Männer in dunklen Räumen mit Zigarren sind.
Ja, er ist langsam. Aber keine Szene ist überflüssig. Nur so konnte diese unheimliche, dunkle Spannung entstehen, die einen nicht loslässt. Die gesamte Geschichte von Anfang bis Ende war perfekt erzählt. Und Matt Damon ist mir durch diesen Film endlich sympathisch geworden.

Seltsamerweise ist auch mir der Vergleich mit The Departed nach dem Film eingefallen - obwohl schwer vergleichbar - The Departed hat ziemlich blass ausgesehen.

5

Im Vergleich zu "Thirteen Days" oder "Die Unbestechlichen" z.B. braucht De Niro einfach viel zu lange, um die Geschichte zu erzählen. Obwohl ich mich jetzt damit brüsten darf (oder auch nicht), den Film verstanden und seine handwerkliche Perfektion erkannt zu haben, muss ich gestehen, dass ich mich auf einen weiteren Film dieser Art nicht unbedingt freuen würde.

1

gääääähhhhnnnn ... ich habe es gechafft mir 40 Minuten vom Film anzusehen... ich fand, das war eine tolle Leistung von mir; eine schlecht vom Film ;-((

Der Gute Hirte führt seine Schafe auf neue Weidegründe und nicht in den Krieg, was für eine Themaverfehlung

wer hier von langeweile und zähem kino spricht oder gar von einem schlechten film sollte sich doch dann in zukunft einfach weiterhin auf american pie und co konzentrieren. sobald einer der nörgler eventuell zum nachdenken animiert wird schreckt er sofort zurück - wirklich traurig. aber eine starbesetzung lockt natürlich! und wenn dann keine lockere und coole komödie oder ein actiongeladener thriller dabei rauskommt rennen alle enttäuscht und genervt aus dem kino. es gibt mehr als das leute!!!!!

Es gibt für mich zwei Möglichkeiten: entweder habe ich keinen emotionalen Zugang zu diesem Film oder es gibt ihn nicht. Deshalb möchte ich auch keine Bewertung abgeben.
Die Handlung habe ich inhaltlich schon verstanden aber sie gänzlich uninspirierend. Ohne jetzt jemanden zu nahe treten zu wollen, aber vielleicht muss man um bei dem Film Gefühle zu haben auch schon dem amerikanischen Volk (in welcher Form auch immer) emotional gegenüber stehen.
Für mich aber, dem dieser Zugang fehlte, war der Film todlangweilig und nichtssagend. Ich möchte aber an dieser Stelle ganz klar sagen, ich mag lange Filme, wenn es eine Grund für die Länge gibt. Dieser ist meistens Spannung, etwas, dass ich bei dem guten Hirten auch vermisste. Einer meiner Lieblingsfilme ist "Es war einmal in Amerika" und das natürlich in der Langfassung. Da dieser mit De Niro in der Hauptrolle ist, geht mir irgendwie der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass da gewisse Koinzidenzen vorhanden sind. Nicht nur in Länge, sondern auch bei der Arbeit in verschiedenen Zeitebenen, kommt es mir bekannt vor. Nun mag es sein, dass ein Sergio Leone Film als Vergleich nur siegen kann, doch wäre es De Niros eigene Schuld, hätte er sich daran orientiert. Und so kommt es mir auch letztlich vor; es ist De Niros zweites Werk als Regisseur und er scheint sich gnadenlos übernommen zu haben. Nicht nur, dass die Aussagen nicht ankommen, der Film baut überhaupt keine Spannung auf. Um hier wieder den Vergleich zu Leone zu bringen: bei Es war einmal in Amerika herrscht ziemlich hohe Spannung die einfach durch seine meisterliche Regie entsteht, durch die Art Sachen umzusetzen. Es ist nicht spannend durch Thrillerartige Handlung sondern durch das menschliche Zusammenspiel - und (um den Bogen erneut zu schließen): genau hier versagt De Niro.

Wie schrottig kann ein Film sein?!

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