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Happy New Year - Neues Jahr, neues Glück

Happy New Year - Neues Jahr, neues Glück
romantische komödie , usa 2011
original
happy new year
regie
garry marshall
drehbuch
katherine fugate
cast
hillary swank,
ashton kutcher,
michelle pfeiffer,
robert de niro,
jon bon jovi,
katherine heigl,
zac efron,
til schweiger, u.a.
spielzeit
118 Minuten
kinostart
8. Dezember 2011
homepage
http://wwws.warnerbros.de/newyearseve/
bewertung

6 von 10 Augen

Silvester in New York ist wie fast alles in dieser Stadt noch eine Nummer größer als anderswo. Wer dann noch die Verantwortung für den großen „Balldrop“ um Mitternacht am Times Square trägt, kann von einem entspannten Abend nicht mal mehr träumen und entsprechend nervös ist Claire (Hillary Swank) in ihrem ersten Jahr als Leiterin der Zeremonie, bei der dann auch prompt Einiges schief läuft. HNY 1Für andere ist dieser Tag die Chance für gute Vorsätze und einen Neuanfang, insbesondere die frustrierte Angestellte Ingrid (Michelle Pfeiffer) möchte endlich einmal aus ihrem öden Leben ausbrechen. Für den todkranken Harry (Robert De Niro) könnte es dagegen der letzte Tag überhaupt werden und seine Krankenschwester (Halle Berry) wird ihm den letzten Silvester-Wunsch kaum erfüllen können. Doch dies sind nur ein paar von einem guten Dutzend Menschen, deren Schicksale und Geschichten sich in dieser New Yorker Nacht mehr oder weniger stark kreuzen werden.

Das Einspielergebnis von „Valentinstag“ kann so schlecht nicht gewesen sein, wenn nun gerade mal zwanzig Monate später ein Film mit nahezu identischem Konzept vom selben Team folgt. Erneut setzt sich Garry Marshall, der Spezialist für romantische Komödien auf den Regiestuhl und inszeniert ebenfalls wieder nach einem Drehbuch von Katherine Fugate einen bunten Liebesreigen zielgenau zum gerade anliegenden Feiertag. Da das nicht nur sehr deutlich nach einem kühl kalkulierten Projekt riecht, sondern zudem der Vorgänger auch nicht gerade ein Festival der Kreativität darstellte, geht man als Kritiker zugegeben nicht ganz unbelastet in die Vorstellung. Denn wenn schon das Original (welches ja seine Grundidee eigentlich nur vom deutlich besseren britischen Film „Tatsächlich Liebe“ entlieh) nicht so wahnsinnig prickelnd daher kam, dann wird dieser erneute Aufguss doch vermutlich noch ein ganzes Stück schwächer sein, wird er nicht?HNY 2

Nein, ist er in der Tat nicht und dieses Ergebnis interpretieren wir einfach mal wohlwollend so, dass die  Macher eben ein wenig gelernt haben. Gelernt, dass es vielleicht sinnvoll ist ein paar Figuren und Geschichten weniger in knapp zwei Stunden zu verwursten und so den einzelnen Figuren zumindest etwas mehr Raum zur Entfaltung zu geben. Gelernt, dass es nicht so wahnsinnig viel bringt immer noch ein berühmtes Gesicht mehr durchs Bild laufen zu lassen, was dazu führt, dass die diesmal vertretenen Namen zwar immer noch beeindruckend, aber doch in der Masse nicht mehr ganz so hochkarätig sind (neben den bereits genannten wären da vor allem noch Ashton Kutcher, Sarah Jessica Parker, Katherine Heigl, Jon Bon Jovi und Jessica Biel zu erwähnen). Neu ist aber offensichtlich die Idee, das Ensemble noch um für die einzelnen internationalen Märkte kompatible Stars zu erweitern, so dass nun nicht nur die kurvige Sofia Vergara das spanisch sprechende Klientel erfreut, sondern auch uns Til Schweiger in einer mittelgroßen Rolle als werdender Papa nach längerer Zeit mal wieder in einer Hollywood-Produktion zu sehen ist.

HNY 3Ganz furchtbar berechnend das Ganze also, aber trotzdem: „Happy New Year“ hat ein gutes Stück mehr Witz und gelungene Gags aufzuweisen und gibt sich auch eine angenehme Nuance weniger kitschig als noch am „Valentinstag“, was natürlich auch in der unterschiedlichen Natur der beiden Feiertage begründet sein dürfte. Zwar ist das alles nach wie vor recht weit entfernt von irgendeiner tiefergehenden oder gar besonders originellen Handlung, so dass man zu diesen Punkten problemlos die Textbausteine aus unserer damaligen Rezension wiederverwerten könnte. Denn was passiert wohl, wenn ein grummeliger Silvesterverweigerer mit einer bezaubernden Nachbarin im Fahrstuhl stecken bleibt? Richtig, da müssen knapp fünfzehn Minuten Leinwandzeit dann schon ausreichen um sich aufs Heftigste zu verlieben.

Doch auch diesmal gilt eben genauso wieder: Man weiß ja so ungefähr was man bekommt und was man hier eher nicht zu erwarten braucht. Kurzweilig und lustig genug für einen netten Kinoabend ist das Gebotene allemal, ein echter Silvesterknaller sieht aber doch anders aus.

Volker Robrahn

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