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Knallhart

Knallhart
sozialdrama , brd 2006
original
regie
detlev buck
drehbuch
zoran drvenkar, gregor tessnow
cast
david kross,
jenny elvers-elbertzhagen,
erhan emre,
oktay Özdemir,
hans löw, u.a.
spielzeit
95 Minuten
kinostart
9. März 2006
homepage
bewertung

8 von 10 Augen

 

Michael Polischka (David Kross) ist 15 Jahre alt, was an sich schon kein leichtes Alter ist. Für den Berliner Schüler kommt es jedoch richtig hart: als die Reize seiner Mutter Miriam (Jenny Elvers-Elbertzhagen) ihren gut situierten Lover nicht mehr stimulieren, setzt dieser die beiden Polischkas von einem Tag auf den anderen auf die Straße vor der schicken Zehlendorfer Villa. Das Geld reicht kaum noch für ein Taxi und Miriam schwant, dass sie zukünftig auf kostspielige Vergnügen wie "Botox to Go" verzichten muss.
Polischka und seine Mutter stranden in einer herunter gekommenen Wohnung im chaotischen Berlin-Neukölln. Der erste Schultag wird für ihn zum Horrortrip. Auf den Lehrer achtet im Unterricht eigentlich kaum jemand, seine Vorstellung Polischkas als "Zehlendorfer" wird aber doch aufgeschnappt - und fortan gegen den vermeintlichen Schnösel verwendet. Errol (Oktay Özdemir) und seine Gang erpressen "das Zehlendorfer Arschloch" nach Schulschluss brutal zur Zahlung von Schutzgeld. Geld, das Polischka nicht hat, und das ihm auch seine beiden neuen Kumpel, die verwahrlosten Brüder Crille (Arnel Terci) und Matze (Kai Michael Müller) nicht leihen können. Damit nimmt Polischkas kriminelle Karriere ihren Lauf: Um das Schutzgeld bezahlen zu können, bricht er in die Villa des Ex-Geliebten seiner Mutter ein, die - ganz auf die Akquise neuer Liebhaber konzentriert - von all dem nichts mitbekommt.
Als Polischka eines Tages erneut brutal von Errol bedroht wird, geht Kiezgröße Hamal (Erhan Emre) dazwischen und stellt ihn unter seinen persönlichen Schutz. Doch da auf dem Neuköllner Kiez nichts umsonst ist, muss Polischka auch diesen teuer bezahlen….

Detlev Buck ("Männerpension", "Wir können auch anders") meldet sich nach sechsjähriger Regie-Pause zurück und überzeugt mit einem bis an die Schmerzgrenze realistischen, hochaktuellen Film, der seinem Titel völlig entspricht. In "Knallhart" erzählt Buck ungeschönt von einem Leben, das im gegenwärtigen Deutschland vermutlich für mehr Menschen Realität ist, als man wahrhaben möchte. Kameramann Kolja Brandt, selbst Neuköllner, taucht seinen Stadtteil in seinem Kinodebüt in abgeklärt-unterkühlte Bilder und zeigt Dinge, die man eigentlich nicht sehen will.
Buck gelingt es, einen Film über einen Jugendlichen zu drehen, der sich dessen Welt geradezu beängstigend annähert ("Abziehen" und "Happy Slapping", das Filmen von Gewalt-Opfern mit dem Videohandy, gehören zu dieser Welt), ohne sich anzubiedern. Und ohne ganz auf den Buckschen Humor zu verzichten, der in einigen absurd anmutenden Szenen leise aufblitzt.
Das Finale der Handlung ist so verstörend konsequent, dass der Regisseur dieses durch die fast schon märchenhafte Wendung am Schluss wohl zu relativieren suchte. Dieser Bruch stellt das einzige kleine Manko des Films dar, hat aber durchaus seine Daseinsberechtigung - so ganz ohne Hoffnung aus dem Kinodunkel in die Hartz IV-Realität entlassen zu werden, wäre dann doch zu (knall)hart.

Überraschend ist nicht nur Bucks Genre-Wechsel von Komödien wie "Karniggels", "Wir können auch anders" und "Männerpension" zu einem knallharten Großstadtporträt, sondern auch die Besetzung der Miriam Polischka mit Ex-Heidekönigin Jenny Elvers-Elbertzhagen. Ob sie ihre Rolle überfordert-unselbständig mit verlorenem Blick spielt oder einfach nur authentisch ist - das Ergebnis ist überzeugend.
Neben Erhan Emre als elegant-eiskalter Halbweltler Hamal überzeugt vor allem Newcomer David Kross als Michael Polischka. Kross verleiht Polischka, der verzweifelt bis zur Katastrophe um einen Platz in seiner Welt kämpft, eine unergründlich-unbeteiligte Miene, und leistet als Hauptdarsteller so entscheidenden Beitrag für das Gelingen eines beeindruckenden und aufrüttelnden Films.

Miriam Flüß

10

Der Film war schon sehr beeindruckend. Realität in Deutschland. Armes Deutschland.

10

Der fils is einfach richtig Bombe geworden!
Ich wohne in Schöneberg und es ist hier echt so!
Richtig Geil gemacht und die schauspieler sehen auch noch gut aus! :=)

Also der Film spiegelt wirklich wahre situationen im Leben wieder.
Die brutalität, die leider wirklich in dieser welt so ist ist realiststisch und mitfühlend dargestellt...
dennoch könnte das ende besser sein..denn dies ist keine Lösung.
Also ist es schwach

9

Hat jemand das Buch gelesen?????
ALso Film war ich nen bissl enttäuscht weil das Buch echt klasse geschrieben ist... Aber Film sagt wirklich die Wahrheit...

10

der fil war einfach nur klasse
auser mit der liebes geschichte hat nicht so rein gepast
die brutale bande war klasse wo se eine auf die fresse bekommen haben

9

ich finde es sehr gut ich habe das buch in 1 woche gelessen seherrr spannend ich finde es tolll

6

also erstmal möchte ich sagen das ich sowohl das buch gelesen habe als auch den film gesehen ich fand beides recht gut . manche der kommentare finde ich wirklich schlecht einfach zu sagen ich find den blöd was soll das den für ne aussage sein oder dann diese person zu beleidigen ich meien ihr solltet mal anständige kommentare schreiben.
das buch fand ich deswegen gut weil man michaels situation sehr gut beschrieben bekommt wie er sich in den vershcidenen situationen zu entscheiden hat immerhin stirbt am ende ein mensch und das nur weil viel falsch gelaufen ist den film hingegen fand ich durch seine harte gewalt und die parts gut die man im buch nicht gezeigt bekommt.

5

Solider Film, gut gespielt, packende Story.
Leider aber ist die Story so nicht realistisch (schriebe ich als Berlinerin). Es gibt Gewalt, ja, aber Neukölln ist noch lange nicht die Bronx und man kann da ganz normal über die Straße gehen, ohne angefallen zu werden. Das ist Propaganda übelster Sorte. Schließlich kam der Film just in dem Moment raus, als die Poltik sich von Multi-Kulti abwandte und wieder mal auf die bösen Ausländer eindrosch ... Naja, wer's braucht.

10

Ich habe den Film und das Bauch gelesen bzw. Gesehen.
Ich finde es Passt Sich sehr Gut an die Realität an, weil hier bei uns in Homberg ist es genauso.
Manche Parts waren zwar ehrlich Nicht sehr gut, bzw eher Traurig aber im vollen und Ganzen Ist es eine Tolle und warhafte Geschichte.
Da ich auch erst 16 Jahre alt bin, kann ich Michael Natürlich sehr gut verstehen wie Er denkt und Fühlt.

Ich machs kurz: Wir haben das Buch im Unterricht gelesen und es war total langweilig... Der Autor hat keinen guten Schreibstyl...
der Fulm ist hingegen ganz in Ordnung, jedoch auch nicht der Beste

Also ich will mal was zum Buch sagen:
Ich musste es für die Schule lesen und es ist eigentlich gut , nur das Ende ist total schlecht und hört abrupt auf. Ich habe das BUch gelesen und erwarte dann auch ein schönes Ende, damit meine ich nicht wie das Ende war, sondern wie es geschrieben ist

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