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Rolltreppe abwärts

Rolltreppe abwärts
jugend-drama , deutschland 2005
original
regie
dustin loose
drehbuch
dustin loose, matthias jochmann, martin backhaus
cast
timo rüggeberg,
justus kötting,
ben unterkofler,
jürgen haug,
giselheid hönsch, u.a.
spielzeit
79 Minuten
kinostart
9. Februar 2006
homepage
http://www.rolltreppe-derfilm.de/
bewertung

7 von 10 Augen

 

"Rolltreppe abwärts" ist ein Film, der uns nicht von Hollywood-Studios aufs Auge gedrückt oder von Festival-Jurys als sehenswert deklariert wurde, sondern der es aus einem ganz einfachen Grund bundesweit in die Kinos schaffte: Die Zuschauer einer kleinen Stadt namens Bonn, in der er gemacht und gezeigt worden war, liebten ihn und gingen in Scharen ins Kino. Von Schülern in Ferien und Freizeit eigenhändig produziert, zeigt uns dieser Film, dass Pisa nicht das einzige ist, woran deutsche Jugendliche gemessen werden sollten.

Der 13-jährige Jochen (Timo Rüggeberg) hat keine Freunde und versteht sich nicht mit dem neuen Lebensgefährten seiner Mutter. Als er einmal nicht zuhause reinkommt, weil er seinen Schlüssel vergessen hat, geht er ins Kaufhaus. Weil er Hunger hat, aber kein Geld, klaut er etwas zu Essen. Dabei wird er von einem älteren Schüler seiner Schule beobachtet. Alex (Justus Kötting) ermutigt ihn noch mehr zu klauen, und bald verbringen die beiden ihre Freizeit zusammen. Als Jochen beim Diebstahl erwischt wird, weiß seine Mutter (Diana-Maria Breuer) langsam nicht mehr, was sie tun soll. Zusammen mit ihrem Freund beschließt sie, Jochen ins Heim zu geben. Dort werden die Jungen von dem Aufseher/Lehrer Herrn Hamel (Jürgen Haug) schikaniert, der sie nur mit Namen von Hunderassen ruft und sie mit größter Disziplin in rechtschaffene Bürger verwandeln will. Einzig die Krankenschwester des Heims, Schwester Maria (Giselheid Hönsch), hält zu Jochen und verspricht ihm eine Lehrstelle bei ihrem Bruder. Doch ein Abwärtsstrudel reißt den Jungen immer tiefer. Man glaubt ihm nicht, weil er gelogen hat, man macht ihn schuldig, weil man ihm nicht glaubt, und dadurch hat er schließlich keine Chance mehr und wird zu dem, was ihm die ganze Zeit vorgeworfen wurde.

Das Projekt begann am Jungen Theater in Bonn. Dort lernten sich bei der Produktion von "Crazy" Dustin Loose, Christopher Zwickler, Matthias Jochmann, Martin Backhaus, Simon Paetau und Kirsten Ueberholz kennen. An Dustins Gymnasium gab es im Kunstunterricht die Sparte Film, in der er einen Kurzfilm und ein Musikvideo mit Schulfreunden drehte. Von da bis zu einem eigenen Spielfilm war es immer noch ein Riesenschritt, doch sie wollten es wagen. Die Wahl fiel auf Hans-Georg Noacks "Rolltreppe abwärts", ein Buch, das die meisten im Unterricht gelesen hatten. Und so gründeten die Jugendlichen eine eigene Produktionsfirma (SceneMissing), suchten sich erfahrene Schauspieler und Filmprofis und begannen in Bonn zu casten. In den Weihnachtsferien schließlich wurde in elf Drehtagen ein Spielfilm gedreht, an dem über fünfzig Jugendliche vor und hinter der Kamera gemeinsam 12 bis 23 Stunden am Tag arbeiteten.

Der Erfolg dieses Films kommt nicht von ungefähr. Die Geschichte ist atmosphärisch dicht umgesetzt und zieht die Zuschauer in ihren Bann, die erleiden müssen, wie der nette Jochen immer weiter untergeht, obwohl er doch eigentlich ein netter Kerl ist, der nur ernst genommen und geliebt werden möchte. Das musikalische Thema, welches mit verschiedenen Instrumenten die Entwicklung und die Figuren begleitet, passt ausgezeichnet. Die Erzählweise in Rückblenden schafft schöne Spannungsmomente und stützt die Suche des Zuschauers nach der "Schuld" des jungen Jochen. Der Interview-artige Stil, mit dem die Figuren des Heims wie in einer Reportage oder einer Dokumentation eingeführt werden, verstärkt die Erziehungsüberzeugungen, die hinter den einzelnen Betreuern hervorschauen. Sie werden hier offenbart wie Dogmen, denen man sich unbedingt unterwerfen muss, aber auch als Weltanschauung, die den Jungs Wege eröffnet oder verbaut.
Filmisch gibt es die eine oder andere vielleicht zu aufgesetzt wirkende Spielerei, die jedoch verzeihlich ist. Denn an den zentralen Stellen wird alles richtig gemacht, denn hier haben Loose und Robert Slomke (Kamera) das richtige Gespür dafür, wann weniger Spielerei mehr Eindruck hinterlässt.

Die Qualität der schauspielerischen Leistungen ist erwartungsgemäß nicht durchgängig überzeugend. So wirken manche der Laien-Nebendarsteller noch sehr gekünstelt vor der Kamera und die Dialoge klingen aufgesagt. Auch das recht pädagogisch-moralische Thema mag nicht jedermanns Sache sein. Aber was soll's, dies ist ein Schülerprojekt, was schon dafür Pluspunkte bekommt, dass es erdacht, umgesetzt und schließlich bundesweit in die Kinos gebracht wurde. Vielleicht ist dieser Film das beste Beispiel dafür, warum der Kunstunterricht an Schulen nicht mehr weiter zusammen gestrichen werden sollte. Film in Kunst an der Schule lernen, wenn das nicht ein Traum ist!

Der Autor dieser millionenfach verkauften Schullektüre, Hans-Georg Noack, hatte sich seit dem Erscheinen seines Buches 1970 konsequent jeglichen Verfilmungswünschen gegenüber gesträubt. Ihm war suspekt, was daraus gemacht werden würde. Doch als diese Gruppe Schüler ihn um seine Erlaubnis bat, sagte er ihnen gern zu, da "Rolltreppe abwärts" auch davon handelt, dass man Jugendlichen vertrauen sollte, wenn sie sich entfalten möchten. Obwohl Noack nach der Premiere schwer krank war, rief er alle Jugendlichen einzeln an, um sie zu loben. Als er im November 2005 starb, kamen sie zu seiner Trauerfeier. Noacks Freunde sagten ihnen dort, dass sie dem Autor einen Lebenstraum erfüllt hatten.

Margarete Prowe

1

kp war eigentlich voll geil

10

ist eigentlich gans geil

ich winde diesen film voll traurig ich habe es mit meiner klasse angesehen

10

das buch bzw der film war echt ok hat mir sehr gut gefallen
es ist spannung und auch fun dabei
er is auch traurig und auch mit vielen emotionen !!!!

er hat mir echt gut gefallen !!!!!

1

Der Film war schlecht...Das Buch tausendmal besser.

Fehler im Film:
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1.Alex ist im Buch Axel!
2.Die zweite Flucht wird nicht gezeigt!
3.Er hat kein Auto zerstört!
4.Er ist nicht mit der U-Bahn gefahren! (aber wie kommt er dann zu Albert Möller?)
5.Es wird ncihts über den Vater berichtet!

Kurz: Das viele wichtigen Dinge ausgelassen und falsche Dinge dazu erfunden.
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Anmerkungen:

1. Manches mal wirken die Darstellungen gekünstelt.
2. HERR KATZ WURDE AUSGELASSEN!

4

ich finde es wurde viel zu viel ausgelassen!

8

der film war schon noch geil. aber in der buch war es sehr spannender weil dort viel passierte. und hier ist elvira gar nicht draus gekommen.
es war am ende noch traurig !!!!!!!!!!!!!

xD xD xD
xp xp xp

10

Ich fande das Buch auch viel besser als den Film. Im Film wurden wirklich viele Dinge die im Buch vorkommen ausgelassen.
Das Ende des Buches gefällt mir nicht so gut, denn man weiß nicht wie es jetzt mit Jochen weitergeht.

1

ganz ehrlich ich find dei handlung von dem buch gut aber der film davon is so scheiße so viele schnittfehler würde noch nich mal ich hinbekommen.noch net ma der heimleiter katz kommt da vor. der axel heißt im film alex und nich axel wie im buch.die handlung is auch noch ma komplrtt anders.der film is des allerletzte so was zieh ich mit net mehr schon schlimm genug dasa wir des buch lesen mussten und auch noch den film dazu gucken mussten in der schule einfach schreecklich.ich weiß ja echt nich was ihr für filme noch euch anschaut wenn so en film für euch bombe is.

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